Mittelgenerierung und Verwendungszweck

United We Stream wird an mehreren Tagen in der Woche Streams aus immer unterschiedlichen Clubs anbieten. Während dieser Streams können Unterstützer*innen über eine Fundraising-Plattform einen variablen Betrag für Hamburger Clubs spenden.  

Alle Einnahmen der Streams fließen in einen Rettungsfond, mit dem notleidende Clubs unterstützt werden können und aus dem 8% an den Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung fließen. Für Ausschüttungen des Rettungsfonds hat das Clubkombinat einen Kriterienkatalog entwickelt. 

Wer kann sich bewerben?

Für den Fonds bewerben können sich Clubs und Live-Musikspielstätten, die ihren Sitz in Hamburg haben und deren Publikumskapazität nicht mehr als 1500 Gäste umfasst. Einzelne Künstler*innen, Veranstalter*innen oder Kollektive können sich leider nicht bewerben. Sie können indes im Rahmen der 20-prozentigen Ausschüttung der Clubs aus dem Hosting-Pool Berücksichtigung finden. Es liegt im Ermessensspielraum der Clubs, an wen dieses Geld fließt.

Hintergrund

Seinen Ursprung hat das Erfolgsmodell für solidarische Clubkultur in Berlin: Als Deutschlands Clubs wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, rief die  Berliner Clubszene kurzerhand United We Stream ins Leben – eine Plattform für Live-Streams von DJ-Sets, Konzerten und anderen Performances. In Kooperation mit Arte Concert, radioeins, dem RBB, Vice Deutschland, FLUX FM und weiteren wird seit dem 18. März jeden Abend aus einem der beteiligten Clubs gestreamt. Bis heute hatte United We Stream in Berlin mehr als fünf Millionen Aufrufe.

Auch in Hamburg können die Zuschauer supporten. Mit den Einnahmen werden Hamburger Clubs, die durch die Corona-Pandemie existenziell bedroht sind, finanziell unterstützt.  Nach Berlin und Hamburg sollen in den kommenden Tagen und Wochen weitere United-We-Stream-Städte hinzukommen, und zwar weltweit. „Unsere Vision ist ein Signal der Vernetzung, das in die ganze Welt ausstrahlt“, sagt Tito, LiveKomm-Koordinator für United-We-Stream. „Europas Clubs vereinen sich in der Corona-Krise, um die Menschen zu verbinden. Bald werden wir virtuell in das Nachtleben von Paris, Sao Paulo oder Sydney eintauchen können. Denn: Das Virus kennt keine Grenzen, Streaming kennt keine Grenzen, Solidarität kennt keine Grenzen.“